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News

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SBF Persönlich: Fatma Lorenzini.

16.11.2020

© Fatma Lorenzini, Marronibrot, September 2020

Sie ist neu im Fotografinnen-Business – und beim SBF Sektion Zürich neu aufgenommenes Juniormitglied. Fatma Lorenzini (29) ist, wie sie auf ihrer Website schreibt, ambitiös und leidenschaftlich interessiert. Dies nicht nur im Bereich der Fotografie, sondern auch als Bäckerin-Konditorin. Von 2008 – 2011 hat sie in Zürich eine Lehre als Bäckerin-Konditorin absolviert und 2020 hat sie an der Hochschule Luzern ihr Studium in Camera Arts abgeschlossen.

Aufnahmen und Ausstellungen von selber produzierten Backwaren sind heute ihre fotografischen Schwerpunkte. Aber auch Baby-Shootings und die Porträtfotografie zählen zu Ihren Schwerpunkten. Seit Beginn dieses Jahres ist sie selbstständig. Die SBF-Redaktion hat sie gefragt, wie sie ihre beiden verschiedenen Leidenschaften zum Beruf verknüpft.

Was war zuerst – das Fotografieren oder das Backen? Das Fotografieren. Ich habe mit einer vollautomatischen, analogen Kamera meine Klassenkamerad*innen auf dem Pausenplatz porträtiert. Ich hatte auch die Möglichkeit, bereits in der dritten Primarschule Fotografiekurse zu besuchen.
 
Wo stellst du deine Backwaren her? Verkaufst du sie oder sind das Produkte für das Studio? Ich backe diese in der Bäckerei Hürlimann am Hottingerplatz in Zürich. Sie gehört meinen Grosseltern. Bis vor meinem Studium habe ich die Ware verkauft. Als ich jedoch mit dem Studium anfing, fehlte mir die Zeit.
 
Bei wem stossen Backwaren-Shootings auf Interesse? Zum Beispiel bei Bäckereien, die ihre Produkte ablichten lassen wollen oder bei Künstlern.  2017 hatte ich auf Anfrage einer Künstlerin aus Zürich eine Frauenfigur aus Schokolade hergestellt und diese fotografiert. Die Figur wurde später im Projekt der Künstlerin vor laufender Kamera gegessen
 
Wie kamst du auf diese Idee, dich als Bäckerin-Konditorin ausbilden zu lassen? Nach meinem gestalterischen Vorkurs wollte ich eine Lehre als Grafikerin oder Fotografin machen, fand jedoch keine Lehrstelle in diesem Bereich. Deshalb entschied ich mich für die Ausbildung zur Bäcker-Konditorin.
 
Was bedeutet für dich Essen? Der Vorgang des Essens ist nicht nur mechanisch, sondern alle unsere Sinne sind an diesem Akt beteiligt. Die Freude und Sinnlichkeit beim Essen beginnt bei der visuellen Erscheinung, beim Geruch und Geschmack unserer Nahrung
 
Du fotografierst auch Neugeborene – “pendelst” thematisch zwischen Babys und Backwaren. Was reizt dich an diesen beiden so verschiedenen Schwerpunkten? An den Babyshootings mag ich den Umgang mit den Eltern – sowohl ihre Ideen und Wünsche ins Shooting miteinzubeziehen, als auch Erinnerungen für sie festzuhalten. Bei den Backwaren oder dem Essen finde ich es spannend, mit Farben und Formen zu experimentieren.
 
Warum bist du SBF Mitglied geworden? Der Verband ist ein hilfreiches Qualitätsmerkmal. Ebenso wichtig ist mir aber auch der Austausch mit anderen Fotograf*innen. Besonders zu Beginn meiner Karriere ist es gut, fachliche Unterstützung zu bekommen.
 
Wo siehst du dich in 10 Jahren? In dieser Zeit möchte ich mich persönlich sowie auch fachlich weiterentwickeln und mein fotografisches Handwerk perfektionieren, eine Publikation herausbringen und vielleicht einen Master in visueller Kommunikation oder Kunst machen. 

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