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SBF Persönlich

17.09.2021

© Dominik Baur

Dominik Baur. Der Zürcher Fotograf Dominik Baur arbeitet seit einem Jahrzehnt als selbstständiger Fotograf und betreibt ein Fotostudio in Bülach. Baur ist spezialisiert auf Porträt-, Reportage- und Werbefotografie. Sein Hang zur Perfektion, gepaart mit einer Portion Geduld, Neugier und Freude an Begegnungen mit Menschen, zeichnet seine fotografische Arbeit aus. Seine Stärken liegen in der Konzeption und Entwicklung neuer Bildideen und Bildwelten. Aufnahmen werden im Studio, bei seinen Kunden oder in der Natur realisiert. Seine Ausbildung hat er 2009 in Zürich absolviert, seit 2018 ist er beim SBF Mitglied.

Warum bist du Fotograf geworden? Ich habe in der Schule einen Analog-Fotokurs besucht, der mir sehr gefallen hat. Während meiner KV-Lehre bei einem Fotografen wurde mir klar, dass mich die Fotografie sehr interessiert. Dafür habe ich einige Semester an der Schule für Kunst und Design besucht.
 
Was fasziniert dich an der Fotografie? Ich liebe an meinem Beruf, dass er vielseitig und abwechslungsreich ist und ich mit tollen Menschen zusammen arbeiten kann. Das ist auch der Moment, in dem die Fotografie entsteht. Es gibt kein anderes Medium, mit dem man einen Augenblick so gut festhalten und darstellen kann. Neben meiner kommerziellen Arbeit interessieren mich andere Kulturen und Aufnahmen direkt aus dem Leben.
 
Du betreibst ein Fotostudio, bietest aber auch einen Lehrgang an für Fotografie? Mit meiner Fotoschule Baur geben ich und andere Fotografen ihr Wissen über die Fotografie weiter. Zuerst war es ein zweites Standbein für meinen Start in die Selbstständigkeit. Heute unterrichte ich weniger, aber es macht mir immer noch Freude, Fotowissen zu vermitteln.
 
Wie kam das Buch «The Flow» zustande? Wenn ich surfe, bin ich frei im Kopf. Ich denke an nichts, habe keine Sorgen. Es ist für mich wie «Meditation». Ich teile dieses Gefühl der mentalen Vertiefung, den «Flow», mit meiner Partnerin, der Designerin Biliana Roth. Um diesen Surfspirit fotografisch einzufangen, beschlossen wir, 2019 eine Surf-Entdeckungsreise zu unternehmen.
 
Nachdem wir einen Verlag gefunden hatten und Konzept und Interviewfragen standen, reisten wir mit einem Bus zu den spannendsten Surf-Spots Europas. Entstanden ist ein Bildband mit Surfbildern und Porträts von 25 aussergewöhnlichen Menschen aus aller Welt, die eines eint – die Leidenschaft fürs Surfen.
 
Surfst du selber auch? Ja, ich bin angefressener Windsurfer und auch mein Niveau im Wellenreiten wird (wenn auch nur langsam) besser.
 
Standest du für die Fotografien auf einem Surfbrett? Die Surf-Actionbilder habe ich meistens vom Ufer aus gemacht. Die Klippen an der Atlantikküste eigneten sich gut für Vogelperspektiven. Einige Male stand ich mit der Kamera auch hüfttief im Wasser, um näher dran zu sein. Mein Surfbrett kam erst nach der fotografischen Arbeit zum Einsatz. 
 
Gab es spezielle Situationen? Wir haben Menschen, die uns auffielen, spontan angesprochen und mit ihnen Porträt-Sessions abgemacht. Ich erinnere mich an die berührende Situation mit einer jungen Frau, die in einem Arm ihr Baby trug, unter dem anderen ihr Brett. Sie erzählte unter Tränen, sie habe Surfen gelernt, um den Tod ihrer Mutter zu verwinden und daraus neue Kraft zu schöpfen. 
 
Wo siehst du dich in 10 Jahren als Fotograf? Ich will bei meinen kommerziellen Arbeiten versuchen, meinen persönlichen Stil noch stärker einzubringen. Auch möchte ich mir Zeit für freie Arbeiten nehmen und weiterhin viel Freude am Beruf haben, neues lernen und mich weiterentwickeln.
 
Warum bist du beim SBF? Für mich ist es wichtig, dabei zu sein. Wir Fotograf:innen sollten uns mehr miteinander austauschen und diskutieren. Der Beruf ist im Wandel und wir können dessen Zukunft gemeinsam mitbestimmen. Ich hoffe, in Zukunft mehr Zeit zu haben, um an SBF Veranstaltungen teilnehmen zu können.

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