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SBF Persönlich: Sandra Stamm

04.10.2019

© Sandra Stamm, Pin-Up Photoshooting, 2012

Sandra Stamm ist selbständige Fotografin in Dübendorf. Ihre Ausbildung zur Fotografin hat sie 2006/2007 in Vancouver, an der «Focal Point Photography School», absolviert. Heute ist sie in der Portraits- und Business Fotografie sowie in der Hochzeits-, Event- und Immobilienfotografie tätig. In ihrem Studio findet sich auch eine kleine Kunstgalerie mit ihren nicht auftragsbezogenen Arbeiten.

Sandra macht von der Foto-Aufnahme über die Entwicklung der digitalen Fotodatei bis zur Bildbearbeitung und -retusche alles selber. Heute arbeitet sie auch ab und zu noch analog. Die Redaktion hat sich mit ihr über ihre Ausbildung in Kanada unterhalten und darüber, was sie aus Nordamerika für ihre Arbeit als selbstständige Fotografin in der Schweiz mitnehmen konnte.  

Du hast dich in Vancouver an der Westküste Kanadas zur professionellen Fotografin ausbilden lassen. Warum in Kanada und nicht in der Schweiz? Damals 2006, als ich nach einer Ausbildungsstätte suchte, gab es eine solche Schule, wie ich sie mir gewünscht habe, in der Schweiz noch nicht. Zu dieser Zeit war hier auch der Numerus Clausus ein Thema, man wurde ausgewählt. Ich wollte jedoch einfach das Handwerk der Fotografie von Grund auf erlernen und mich nicht bereits mit Anderen messen müssen. Fotografieren war damals noch mein Hobby und zudem hatte ich ein Jahr Zeit.

Was waren die Vor-/Nachteile einer Ausbildung im Ausland? Was war anders? In Nordamerika herrscht eine andere Mentalität und eine Offenheit, etwas einfach mal auszuprobieren: «Go for it and see, how it goes». Bei uns sind wir zu sehr auf die Wirtschaftlichkeit einer Tätigkeit fixiert. Der einzige Nachteil, den ich im Rückblick sehe ist, dass meine Fotografen-Freunde weit weg sind und ich damals kein Chance hatte, in der Schweiz ein gleiches berufliches Netzwerk aufzubauen. Ich musste mich auf den Aufbau meines Geschäftes konzentrieren.
 
Wie hat dich die Ausbildung in Kanada für deine Selbstständigkeit in der Schweiz geprägt? Es hat mich in dem Sinn geprägt, auch mal was wagen zu dürfen und ich verfolge meine eigene Linie. Schade finde ich, dass in der Schweiz das Ansehen der Fotografen nicht den gleichen Stellenwert hat wie in Kanada.
 
Empfiehlst du eine Aus-/Weiterbilung im Ausland? Auf alle Fälle! Auch wenn es bei uns heute die Angebote gibt, die ich damals gerne gehabt hätte, würde ich ins Ausland gehen. Den eigenen Horizont zu erweitern war noch nie ein falscher Schritt.
 
Dein Motto lautet: «Fotografin für das nicht Alltägliche im Leben». Was steckt dahinter? Das Motto ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass sich die meisten Menschen, die zu mir kommen, gerade in einem Wandel in Ihrem Leben befinden. Personen heiraten, werden Eltern oder suchen eine neue Stelle. Das sind Ereignisse, die nicht alltäglich sind. Ich finde es schön, Menschen in ihre neuen Lebensabschnitte begleiten zu dürfen. 
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