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SBF Persönlich

19.01.2023

© Karin Bischof. Die Fotografin in einer heute verschwundenen Gletscherhöhle, Roseg Gletscher, 2019.

Karin Bischof. Karin wuchs im Bergdorf Anden, hoch über dem Walensee, auf. Nach ihrer Ausbildung zur Fotofachfrau von 2009 bis 2012 im ehemaligen FotoPro Ganz, zog sie durch die Welt – nach Ghana, Kanada, Nepal, Japan, Südostasien. Fasziniert von der Natur, war auch ihre Kamera immer mit dabei. Die Offenheit, die ihr weltweit entgegengebracht wurde, die Naturspektakel, die sie beobachten konnte – diese Erfahrungen prägten sie und waren wegweisend für ihre weiteres berufliches und persönliches Engagement.

Seit 2017 arbeitet Sonja als freiberufliche Fotografin. Heute ist sie vor allem auf die Umweltfotografie spezialisiert und engagiert sich weltweit für den Schutz von Land und Wasser, aber auch für den Naturschutz in der Schweiz. Ihr aktuelles Projekt «Boundaries of our home» wurde an der Photo 23 gezeigt und setzt sich mit Grenzüberschreitungen auseinander. Welche Folgen hat es, wenn wir Grenzen überschreiten und damit die Stabilität unseres Ökosystems und die Lebensgrundlagen für die nächsten Generationen gefährden?
 
Ihr Motto «Ansässig in Zürich, Schweiz – weltweit verfügbar» setzt sie aktuell um. Sie wird in Kürze in den Philippinen ihre ersten Versuche in der Unterwasserfotografie machen.

Was hat dein Interesse an der Fotografie geweckt? In dem Moment, als ich als Teenager Fotografien von René Burri oder Henri Cartier-Bresson sah, änderte sich mein Leben. Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl. Danach war ich wie besessen von der Fähigkeit der Fotografie, Momente auf magische Weise wiederzubeleben, Geschichten zu bewahren und Gefühle festzuhalten. Der Moment war Auslöser und Wegweiser für alles, was danach gekommen ist. Gleichzeitig war mir auch die grosse Verantwortung, welche die Person hinter der Kamera trägt, bewusst.

Warum engagierst du dich für den Naturschutz? Umgeben von Bäumen, Bienen, Vögeln und verschneiten Bergen fühle ich mich zu Hause. Ich wünsche mir sehr, dass auch die nächsten Generationen diese Erfahrungen machen dürfen und Natur, Landschaft und Artenvielfalt so erleben dürfen, wie wir dies konnten. Mit meiner Arbeit schaffe ich Identität und Verbindung zwischen den Menschen und der Umwelt. Denn wir zerstören nicht, was wir lieben. Unsere Gesellschaft sieht die Natur als etwas, das wir besitzen oder als Ressource, die ausgebeutet werden kann. Dies steht im Gegensatz zur Perspektive vieler indigener Völker.

Was zeigen deine Bilder? Durch meine Arbeit erzähle ich Geschichten, die die natürliche Schönheit von Landschaften widerspiegeln und im Kontrast dazu die Dringlichkeit aufzeigen, mit welcher gehandelt werden muss, um diese zu erhalten. Mit meinen Bildern leiste ich einen Beitrag, um das Bewusstsein für die Klimakrise zu fördern und die Bedeutung eines intakten Ökosystems aufzuzeigen. Es gilt, das seit Jahrtausenden vorhandene Wissen zu dokumentieren, zu verbreiten und neue Perspektiven zu bieten. Ich glaube, dass die Verbindungen, welche Menschen in diesen Geschichten teilen, dazu beitragen, unsere Erde zu schützen.

Warum ist Fotografie ein gutes Medium für diese Themen? Die Fotografie und die Kreativität sind wertvolle Güter. Die Fotografie schafft es, Geschichten zu transportieren. Die Kreativität wiederum weckt Emotionen und schafft es, Gedanken anzustossen.

Was willst du damit erreichen? Meine Vision ist eine Welt, in der wir im Einklang mit der Natur leben und unserem Planeten helfen, als funktionierendes Ökosystem zu gedeihen. Mit meinen Bildern zeige ich, wie sich die Welt durch unser Handeln verändert. Ich möchte ich dazu beitragen, die Entwicklung in eine Richtung zu lenken, in der wir in Harmonie mit unserem Planeten leben können.

Wie haben dich deine Fotoprojekte geprägt? Besonders geprägt hat mich die Absurdität der verschiedenen Realitäten und Lebensumstände der Menschen.

Warum bist du dem SBF beigetreten? Für mehr Austausch, Inspiration und ein Miteinander in der Branche. 

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