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Das Bundesratsfoto

17.01.2022

© Stefano Spinelli

Stefano Spinelli. Ich schicke in dieser Geschichte zur Entstehung des Bundesratsfotos 2022 voraus, dass dies meine persönlichen Erfahrungen sind.

Im Jahr vor seinem Amtsantritt überträgt der künftige Bundespräsident die Aufgabe an den ausgewählten Fotografen. Zuvor hatte ich Bundesrat Cassis im Januar 2021 bereits einen Fotoentwurf vorgeschlagen. Im Juli wurde ich informiert, dass ich unter mehreren Bewerber:innen ausgewählt worden sei. Allerdings kenne ich Ignazio Cassis schon lange. Dies, zusammen mit den Verdiensten, die er in meiner Arbeit gesehen hat, beeinflusste wohl die Entscheidung. Es funktioniert vermutlich auch bei anderen Bundesräten so. Nächstes Jahr wird es Alain Berset sein.
 
Die Leitlinien für das Bild gibt der künftige Präsident vor. Es bleibt jedoch dem Fotografen überlassen, auf dieser Grundlage eines oder mehrere Projekte zu entwickeln. Die Bundeskanzlei kümmert sich um alle logistischen und materiellen Aspekte der Verwirklichung. Bei der Umsetzung wurde ich in den Gesprächen mit Cassis von einem Team der internationalen Kommunikationsagentur «Präsenz Schweiz» des EDA unterstützt. Gemeinsam mit ihnen wurde der Entwurf schrittweise verfeinert. Dieses Projekt wurde mit Statisten getestet, um das Ergebnis zu verifizieren.
 
Allerdings mussten wir einen Tag nach dem Pilotshooting wegen steigender Ansteckungen abbrechen und ein neues Projekt ausarbeiten – und das kurz vor den endgültigen Dreharbeiten. Das Shooting war ein langwieriger Prozess, der Ende Juli begann und am 21. Dezember endete, als ich zur Endkontrolle in die Druckerei ging. Davor war ich schon einige Male in Bern und hatte mehrere Zoom-Meetings mit dem Team. Viel Zeit floss in Denkarbeit, in das Testen von Hypothesen und von Problemlösungen. Dank solcher Vorarbeiten bleiben die Fehlermargen minimal.

Der Zeitaufwand betrug am Vortag ein paar Stunden Vorbereitung (inklusive Probeaufnahmen) sowie zwei bis drei Stunden am Tag des finalen Shootings: Die Bundesräte wurden einzeln fotografiert (siehe Making of...). Hinzu kamen die Nachbearbeitungen. Die letzte Sitzung fand im Dezember statt, wenige Tage nach der Wahl des Präsidenten durch die Bundesversammlung.

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